Jackson, Holly: Not quite dead yet
Gleich vorneweg: Unbedingt lesen!
Dafür, dass der Roman der „erste Spannungsroman für Erwachsene“ (Klappentext) ist, ist er sehr gut gelungen. Vielleicht ist von Vorteil, dass sie sonst für Jugendliche geschrieben hat.
Kurz und gut: Von Anfang an werden die Lesenden auf eine Abfolge von spannenden Ereignissen mitgenommen und aufgrund der transparenten Darstellung aller Erkenntnisse kann jeder auch die Schlüsse der Protagonisten mit verfolgen, verifizieren und fortschreiben.
Es ist die Geschichte einer jungen Frau, auf die ein Mordanschlag verübt wird, sie jedoch noch nicht ganz (not yet) tot ist, sondern eines langsamen Todes aufgrund der Verletzung stirbt. 8 Tage hat sie noch zu leben und will in der Zeit herausfinden, wer ihr Mörder ist. Dieses Geschehen wird entsetzlich transparent und kenntnisreich beschrieben. Auch das langsame Nahen des Todes, das schwächer werden ihres Organismus, verbunden mit dezentem Humor bzgl. Ihrer Situation und das leichte Liebesprickeln wischen zwei Protagonisten wird einfühlsam und – halt für Jugendliche von einer Jugendlichen – gut beschrieben.
Die Auflösung bringt noch einige Erkenntnisse zutage, die aus bisher beschriebenem noch geschlossen werden müssen, sie sind aber deutlich und transparent beschrieben.
Hut ab! Solche Romane wünsche ich mir zahlreicher. Holly Jackson: weiter so!
Volker Taube
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